Freitag, 11. August 2017

Mein Einhorn und ich 

Sommerurlaub in der Eifel 2017 

Es begann damit, dass die Dame an der Kasse bei REWE meinte, ich solle Treuepunkte sammeln. Da ich ja immer sehr gehorsam bin, habe ich also angefangen zu sammeln, und da der REWE in Stadtkyll auch eine Tankstelle hat, waren zwei Sammelkarten schnell voll. Ich bekam zwei verschlossene Tütchen, eines enthielt so etwas wie eine dicke Biene mit Brille. Und weiter? Es wären auch so komische Männchen mit nur einem Auge möglich gewesen. Aber es war ein kleines Einhorn. Diese Tiere sollen ja Glück bringen, also nahm ich es mit in das Feriendorf.




Heute war mein Einhorn richtig traurig, aber ich war trotz des trüben Himmels mit ihm auf dem Spielplatz.





Gestern hat mein Einhorn Herrn Bosbach im Fernsehen angeguckt.
Er geht... Ich habe meinem Einhorn aber auch erzählt, wie Herr Bosbach in Buschdorf war und nicht gegangen ist.




Heute hat sich mein Einhorn mit mir zusammen über 4000 Likes gefreut.




Heute hat mein Einhorn sich gewünscht, es möchte gerne mal Morgentau schlecken. Da habe ich es zu den Weidenröschen gebracht. Da hat es auch mal ein anderes Tier gesehen.





Heute waren mein Einhorn und ich zusammen beim hiesigen LIDL einkaufen, und das hier musste unbedingt in den Einkaufswagen.




Heute geht's ins Grüne.





 Ja, das braucht mein Einhorn heute: Ein schattiges Plätzchen.




Heute habe ich meinem Einhorn die Vulkane der Westeifel erklärt. Seitdem zittert das arme Tier bei jedem Gewitterdonner.




Zu Thema Vulkanismus gehören auch die Maare. Ein solches haben mein Einhorn und ich heute besucht (Eichholzmaar).




Weiter: "Vulkanismus in der Eifel": Die zahlreichen Mineralquellen. Mein Einhorn darf direkt an einer der Gerolsteiner Quellen trinken




Zur geologischen Entstehung der Eifel gehört auch die Devon-Zeit (über 300 Millionen Jahre zurück). In einem tropischen Meer - südlich des Äquators gelegen - war hier die Heimat von Korallen, die man heute noch bei Wanderungen finden kann. Viele Berge sind ja ganze Korallenriffe. Hier besichtigt mein Einhorn eine besonders große, einzelstehende Riesenkoralle. 




Im Devon gab es nicht nur einzelstehende Korallen, sondern auch Arten, die Kolonien bildeten. Auch diese findet man als Fossilien in der Eifel.




Da dachte doch mein Einhorn, es hätte einen kleinen Mühlstein entdeckt. Das ist aber eine Fossilie, ein Bonifatiuspfennig. Es handelt sich bei Bonifatiuspfennigen um die aufbauenden Stielglieder von Seelilien.




Mein Einhorn ist nun schon richtig fit zum Fossiliensuchen. Hier hat es sogar einen ganzen Fossilienmix entdeckt.




Mein Einhorn und die Riesenblüte, aber auch die kleineren gefallen ihm.







Bei den Seefestspielen in Stadtkyll (Lohengrin)




Auf einer Tour sahen wir diese Infotafel. "Waren die Römer denn auch in der Eifel?" fragte mein Einhorn? "Das werden wir uns in der nächsten Woche mal ansehen" sagte ich.




Zunächst zeige ich meinem Einhorn die Matronensteine in Marcomagus. Diese hatte ich ja schon zur Römerzeit im Rahmen meiner Zeitreise besucht (zeitreise.buschdorf.net)





Hier liegen viele römische Ziegelsteine herum.




 Am interessantesten fanden wir die Ausstellung in Duppach mit den kleinen Römerköpfen.





Hier bei einer Foto-Session mit dem Kopf einer römischen Vogelskulptur, die in Duppach gefunden wurde.





Mein Einhorn auf einer Mauer mit römischen Verzierungen. Nein, keine chinesischen Zeichen und keine chinesische Mauer.





Heute wollten wir spazieren gehen, konnten uns aber nicht einigen, wo es hingehen soll.




"Das ist ja wohl der Gipfel" sagte mein Einhorn




Auf der Suche nach Freunden. Von diesem Tier - einem Paarhufer - gab es aber nur die Spuren. Das Einhorn selbst ist ja ein Unpaarhufer.




Mein Einhorn hat einen Freund gefunden - einen Keinhufer. 





Heute wollte mein Einhorn gerne mal Verstecken spielen. Findet ihr es? Mal leicht, mal schwer.





Heute war ich mit meiner Frau im Wildpark - da durften Einhörner leider nicht mit. Stattdessen habe ich am Abend meinem Einhorn die Fotos gezeigt - hier das Bild vom Vierhorn.




Wir waren heute unterwegs, um ein Foto für die Reihe "Buschdorf Fahne unterwegs" zu machen.
Der südlichste Punkt von NRW liegt ja nahe der Belgischen Grenze. Mein Einhorn war sehr erstaunt. Es kannte ja nun schon fossile Steine, römische Ziegelsteine, aber die Steine am Westwall kannte es noch nicht. Dann stellte es viele Fragen, über den Krieg, über die Nazis, und ich musste ihm viel erklären. Da wurden Menschen benachteiligt, diskriminiert, oder sogar getötet, nur weil sie anders waren. Plötzlich schaute mein Einhorn ganz verängstigt, denn ein apfelsinenfarbiges Horn war ja auch etwas, womit es sich von anderen Einhörnern unterschied...




Mein Einhorn war heute nicht besonders glücklich, es machte sich Sorgen über die Farbe seines Horns. Da haben wir uns im Internet einmal das Grundgesetz angesehen, und da steht ganz klar drin:

Artikel 3 (3) Kein Einhorn darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Hornfarbe, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden...

Da war mein Einhorn wieder ganz froh.




Da mein Urlaub nun zu Ende geht, und ich wieder nach Buschdorf fahre, haben wir noch eine schöne Tour durch die Eifel gemacht und die Ahrquelle in Blankenheim besucht




Heute - beim Schlafengehen - habe ich meinem Einhorn nochmal von meiner Abreise erzählt. Natürlich war es sehr traurig - wir hatten doch soooo schöne gemeinsame Erlebnisse gehabt. Dann fragte es mich, ob es mitkommen könne nach Buschdorf. Vielleicht, sagte ich, mal sehen, ob meine Frau bereit ist, den Stall zu entmisten. Und dann wollte mein Einhorn wissen, ob es denn in Buschdorf auch in die Einhorn-Schule gehen könnte? Ich schluckte und sagte: Darüber reden wir morgen...




Mein Einhorn hat die ganze Nacht geweint. Direkt nach dem Aufstehen fragte es mich nach der Buschdorfer Einhorn-Schule. Ich sagte: Die Schule ist eine NRW-typische Schule für Einhornkinder mit schwarzen Hörnern. Die meisten Einhörner in Buschdorf haben schwarze Hörner. Alle anderen Einhörner müssen zwar für diese Schule bezahlen, ihre Einhornkinder werden aber nicht unbedingt für diese Schule zugelassen. Die müssen dann einen weiten Schulweg, der sogar aus unserem Märchenwald herausführt, in Kauf nehmen - auf den Schmerzensschrei-Hügel oder zu den finsteren Nadelbäumen. Was mein Einhorn nun sagte, kann ich hier leider nicht wiedergeben. Es machte auf den Hinterhufen kehrt und hat mich dann für immer verlassen.


Donnerstag, 10. August 2017



Mittelalterfest in Buschdorf





Samstag, 1. Juli 2017
Buschdorf im mittelalterlichen Gewand

Dieses Fest hat in historisierender Form die Atmosphäre eines fröhlichen Dorffestes anno 1217 geschaffen und somit eine kleine Zeitreise zu den Anfängen Buschdorfs . Veranstalter war der Ortsfestausschuss, unterstützt von einem etwa 10köpfigen Planungsteam.

Da es sich um eine nichtkommerzielle Veranstaltung von Buschdorfern für Buschdorfer (und Gäste) handelte, waren wir auf vielerlei ehrenamtliche Hilfe angewiesen, damit die Kosten gedeckt und trotzdem die Preise für Essen und Trinken familienfreundlich gehalten werden konnten.

Wir hatten vielfältige Angebote geplant, die einen Besuch des Festes für Kinder und Erwachsene lohnenswert gemacht haben, zum Beispiel:

  • Historische Spiele für Jung und Alt
  • Bastelangebote (z.B. Filzen, Spinnen mit einer Spindel, Brettchenweberei, Münzen pressen,..)
  • Tänze aus Mittelalter und Renaissance
  • Der "Alchemikus" mit einem Kinderprogramm
  • Falkner (Vorführung der Tiere und Erklärungen für Gäste, Fotos mit Greifvogel auf der Hand)
  • Bogenschützen,
  • Kettenhemden
  • Geschichtenerzählerin

Von mir sehen Sie hier ein Video und viele Bilder vom 1.7.2017